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Wie wir uns ein besseres Umfeld bauen können

Bei einem meiner Vorträge erzählte mir eine Frau, dass sie ein Buch geschrieben habe und sich coachen lassen wollte.
Aus diesem Grund hatte sie eine Frau engagiert, die selber eine sehr erfolgreiche Autorin war und ihr helfen sollte, einen geeigneten Verlag zu finden.
Die Teilnehmerin meines Vortrages schien aber keineswegs ermutigt oder voller Freude darüber zu sein, ein Buch geschrieben zu haben. Sie war eher sehr besorgt, denn ihr Coach hatte ihr von vorneherein klar zu verstehen gegeben, dass sie sich auf gar keinen Fall einbilden sollte, ihr erstes Buch würde gleich ein Bestseller werden; dies sei schlichtweg unmöglich. Sie selbst habe schließlich drei Bücher veröffentlicht, bevor sie in die Bestsellerlisten kam.

Die Teilnehmerin wollte meine Meinung hören, ob sie sich weiterhin von dieser Frau coachen lassen sollte oder nicht. Ich fragte daher zurück, ob sie sich von ihrem Coach ermutigt oder entmutigt fühle. Sie bestätigte, dass sie sich sehr mutlos fühlte. Meine zweite Frage war, wer denn hier wen bezahle. (Natürlich zahlte sie den Coach.)

Und daraufhin hakte ich nach:
"Warum bezahlst du jemanden, der dich entmutigt? Warum suchst du nicht jemanden, der dir Mut schenkt? Der dir genügend Kraft und Euphorie gibt, durch all die Schwierigkeiten, die die Veröffentlichung eines Buchs mit sich bringt, hindurchzugehen? Das ist fast so", sagte ich, "als würden wir uns im Fernsehen eine ganz furchtbare Sendung anschauen, die uns überhaupt nicht gefällt, und trotzdem weiterschauen, allein aus dem Grund, weil wir doch schließlich unsere Fernsehgebühren dafür bezahlt haben."

Wenn wir erkennen, dass uns jemand nicht guttut,
zwingt uns niemand, bei diesem Menschen zu bleiben
und uns weiterhin dieser destruktiven Energie auszusetzen.

Natürlich glauben wir oft, dass wir niemand anderen finden würden, der uns bei unserem Vorhaben begleitet, und wir von Glück sagen können, dass wir überhaupt jemanden an unserer Seite haben.
Dies flüstert uns aber nur der Verstand zu, der für „Wunder“ nicht zuständig ist. Unser Verstand bestätigt uns meistens nur in unserem Gefühl der Minderwertigkeit. Wollen wir aber darüber hinauskommen, dann gilt es ganz rasch, sich ein neues, positives Resonanzfeld zu suchen, damit wir größer werden dürfen und wachsen können.

Umgib dich mit Menschen, die dich motivieren!

Umgib dich also nur mit Menschen, die an dich glauben, die von deiner Kraft überzeugt sind, die das wundervolle Talent in dir sehen, die das Potenzial in dir erkennen, die sich mit deinen Visionen verbinden und diese Visionen unterstützen können.

Warum solltest du bei Menschen bleiben, die dich in deinem Enthusiasmus bremsen und nicht an deine Kraft und deine Kreativität glauben? Wer oder was in dir sagt dir, dass du dies aushalten musst? Unser Leben sollte fließend leicht und heiter sein, von positiver, kraftvoller Energie getragen, von einer Energie, die uns voranbringt, die uns hilft, größer zu werden, damit wir über uns hinauswachsen und neue Schritte wagen können.
Oft aber umgeben wir uns mit Menschen, die uns blockieren oder in unserer Entwicklung hemmen, weil uns dies bereits aus unserer Vergangenheit vertraut ist. Vielleicht kennen wir diese Art von Energie bereits von unseren Eltern, von unseren Geschwistern, von unseren Verwandten und Bekannten. In so einer Energie – auch wenn sie sich sehr negativ auf uns auswirkt! – fühlen wir uns manchmal sogar regelrecht "zu Hause".
Bleiben wir jedoch in diesem vertrauten negativen Resonanzfeld haften, dann werden wir es erst einmal schwer haben, ein neues Resonanzfeld aufzubauen, das uns befähigt, positive Erfahrungen in unser Leben zu ziehen.

Die Teilnehmerin meines Vortrages lachte nur noch, als sie erkannte, dass sie sich in eine Sackgasse verrannt hatte. Plötzlich verstand sie tatsächlich nicht mehr, wieso sie dieser Frau so viel Macht über sich gegeben hatte und wieso sie diese Frau auch noch dafür bezahlte.

Vielleicht geht es dir ganz ähnlich. Nicht immer erkennen wir negative Resonanzfelder sofort, sondern erst, wenn wir sie bewusst prüfen und betrachten.

ÜBUNG

Es gibt einen sehr einfachen und schnellen Weg, um Klarheit über die Energien zu bekommen, die einen umgeben:

  • Schreib einmal die Namen all deine Freunde, Bekannten und Verwandten, mit denen du dich (fast) jeden Tag umgibst, in eine kleine Liste.
  • Und dann notiere rechts neben dem jeweiligen Namen die Eigenschaft, die du durch diesen Menschen bekommst. Dort könnte jetzt stehen: "Aufbauend, lustig, heiter, unterstützend", oder aber: "Ständig kritisierend, neidisch, eifersüchtig" etc.
  • Überlege aber nicht zu lange. Schreibe die Eigenschaften eher spontan auf. Das Erste, was dir dabei einfällt, ist immer das Richtige. Überlegst du zu lange, könnte es sein, dass dein Verstand wieder dazwischenfunkt und alles zu relativieren versucht.

Auf diese Weise kannst du sehr rasch feststellen, ob dir die Menschen um dich herum tatsächlich ein Gefühl der Kraft geben oder ob sie dich eher eingrenzen und dir das Gefühl von Minderwertigkeit vermitteln. Falls dir die Antworten nicht leichtfallen, gehe gezielt den folgenden Fragen nach:

  • Ist die vorherrschende Energie in deinem Umfeld förderlich für deine Vorhaben oder eher hinderlich?
  • Schenkt dir dein Umfeld Kraft und Energie?
  • Fühlst du dich dort wohl und geborgen?
  • Vertraut man dir?
  • Unterstützt man dich?
  • Kannst du deine Wünsche äußern?
  • Ist man auf dein Wohl bedacht?
  • Darfst du dich so zeigen, wie du wirklich bist?

Wenn deine Antworten eher ernüchternd ausfallen, dürfte dies kein Wunder sein. Wäre es anders, wärst du doch bereits in einem anderen Schwingungsfeld und hättest zwangsläufig bereits andere Energien und Menschen in dein Leben gezogen.

Im zweiten Schritt gehen wir nun noch etwas weiter:

  • Kreuze auf der Liste die Mitmenschen an, die nicht an deine Kraft und an deine Kreativität glauben.
  • Vielleicht magst du dir auch überlegen, wie lange du anderen Menschen noch erlauben willst, über dein Leben zu urteilen, dich abzuwerten oder dich negativ zu beeinflussen. Schreib eine Zahl auf deine Liste, eine genaue Zeitangabe: einen Tag, einen Monat, ein Jahr, ein Leben lang. Daran kannst du gut erkennen, was dein eigentliches Vorhaben im Leben ist und ob du dich selbst dabei unterstützt.

Es gibt nur einen einzigen Menschen auf der ganzen Welt, der ihnen die Erlaubnis dazu erteilt, und dieser Mensch bist du. Nur du lädst andere Menschen ein, nach Belieben in deinem Leben herumzufuhrwerken. Es ist immer deine Entscheidung, wie du künftig damit umgehst.

  • Liste nun noch einmal alle die Menschen auf, die dich fördern, unterstützen und stets an deiner Seite stehen. Auch wenn es vielleicht wenige sind: Es gibt immer jemanden an unserer Seite, der uns bedingungslos fördert. Denke darüber nach. Vielleicht hast du diesen "Freund" oder diese "Freundin" bereits vergessen, oder du hast eine andere Gewichtung in dein Leben gelegt. Vielleicht ist er oder sie auch bereits direkt an deiner Seite und du hast es nur übersehen oder diese "Freundschaft" für selbstverständlich genommen.
  • Und dann entscheide dich dafür, gerade jenen Menschen mehr Priorität und Zeit zu widmen, die für dich förderlich sind und die dich stetig in deinem Leben voranbringen.

Umgib dich mit Menschen, die dir wohlgesonnen sind
und die dir Anerkennung, Hochachtung und Würde schenken.

  • Wenn du solche Menschen in deinem Leben noch nicht kennst, dann nutze dein gedankliches Resonanzfeld.
  • Sei dir bewusst, dass es diese Menschen gibt, die dein volles Potenzial erkennen.
  • Sei dir sicher, dass diese Menschen jetzt in dein Leben treten.
  • Und vor allem erkenne dein eigenes Potenzial.
  • Beginne dich selbst zu achten und zu lieben und dich voller Anerkennung zu behandeln. Je zielgerichteter du dies tust, desto rascher wird sich dein Umfeld ändern.
  • Der größte Turbo, um selber schnell in das richtige Resonanzfeld zu kommen, ist es, andere in ihren Wünschen ebenfalls zu fördern. Je mehr man gibt, desto mehr bekommt man zurück. Da Gleiches immer Gleiches anzieht, wirst du rasch von Menschen umgeben sein, die deine innere Freigebigkeit spiegeln und dich ebenfalls fördern wollen.

Pierre Franckh

Auszug aus dem Buch:"Der 6 Minuten Coach"