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Wie Anja zu ihrem – tatsächlich gewünschten - Pferd fand

Lieber Pierre Franckh,

Du hast in Deiner letzten Rundmail um Geschichten für Dein neues Werk gebeten.
Hier nun meine Irrfahrt bis hin zum eigenen Pferd.

Im September 2007 besuchte ich in Hannover Dein Seminar „Erfolgreich wünschen“. Zum Ende des interessanten und lebendigen Tages formulierten wir unsere Wünsche, schrieben sie auf ein Blatt Papier und verbrannten dieses mit den Wunschzetteln der anderen Teilnehmer während eines Rituals vor den Türen des Gebäudes.
Innerlich auf „Wolke 7“ schwebend schwelgte ich gedanklich schon mal in froher Erwartung, auf das, was eintreffen sollte:

Ich wünschte mir:
Ein eigenes Pferd, 8-jähriger, dreifarbiger Schecke, Wallach, Stockmaß zwischen 1.50 und 1.55 m, freizeit- bzw. western geritten und menschenbezogen.

Für unsere Familie sollte es ein liebes Familienpferd sein, mit dem wir alle klar kommen. Die Finanzierung hatte ich offen gelassen. Den Stall haben wir selbst am Haus.
Es dauerte noch bis Weihnachten, als der Familienrat entschied, zugunsten eines eigenen Pferdes auf den angedachten Jahresurlaub 2008 zu verzichten. Und so surfte ich im Internet drauf los und suchte nach Anzeigen, die meinen Wünschen entsprachen.

Zwei der interessanten angebotenen Pferde waren dann bei meinem Anruf auch schon verkauft, und das, obwohl die Anzeigen nicht älter als drei Tage waren.

Zwischendurch verstärkte ich durch positive Affirmationen meinen o. g. Wunsch.

Schließlich fand ich Fee, ihres Zeichens eine achtjährige, dreifarbig gescheckte Stute. Sie stand im Ostharz. Die Eigentümer lebten in Scheidung. Die Frau war gerade im Begriff auszuziehen und das Pferd sollte sofort weg.
Wir verhandelten am Telefon diverse Einzelheiten und trotz des stürmischen, regnerischen Wochenendes liehen wir uns einen Hänger und wollten uns soeben auf den Weg machen, als die Dame noch einmal anrief: „Mein Mann hat soeben versucht, das Pferd an einen Händler zu verkaufen. Dieser hat sie aber nicht aus eigener Kraft auf den Transporter führen können und ist unverrichteter Dinge wieder abgezogen“.
Irritiert, wie das denn angehen könne, erzählte uns die Dame Einzelheiten aus dem persönlichen „Rosenkrieg“. Schließlich vereinbarten wir einen neuen Versuch am darauffolgenden Tag.
Ich besorgte noch ein Medikament zum Sedieren, damit das Pferd dann bei unserem Erscheinen auch tatsächlich das Transportfahrzeug besteigen würde.

In Gedanken machten wir uns bereits mit dem Familienzuwachs vertraut, sprachen doch alle Informationen und die übersandten Fotos für ein sehr schönes und nettes Pferdchen.
Am Abend kam der nächste Anruf: „Der Händler war noch einmal mit 2 Mann Verstärkung hier und hat die Stute mitgenommen.“
Perplex beendete ich das Telefonat, nur um kurz darauf zu entscheiden: „Dann rufen wir eben den Händler an!“
Viele Telefonate führten zu nichts. Meine Tochter und ich hatten bereits Tränen in den Augen.

In einer ruhigen Minute fiel mir ein: Ich hatte mir doch einen Wallach gewünscht!!

Also sollte es noch nicht sein!
Zwei Wochen später bekam ich den Tipp einer Freundin. In einem nicht weit entfernten Nachbarort war eine 10-jährige Haflingerstute zu veräußern.
Wenige Tage später ritt ich „Ronja“ Probe. Ein nettes Pferdchen. Die Eigentümerin wollte sie uns in den Osterferien 2 Wochen zum Ausprobieren überlassen und schon einen Tag später unser Zuhause mit den Unterbringungsmöglichkeiten ansehen.

Wir richteten Stall und Auslauf entsprechend her, schließlich wollten wir einen guten Eindruck machen.
Mittags rief sie an: „Tut mir leid. Meine Tochter weint sich die Augen aus. Ich kann das Tier nicht verkaufen.“
Tatsächlich hatte ich den Gedanken im Hinterkopf, dass auch dieses Pferchen die “falsche“ Farbe, das „falsche“ Alter und wieder das „falsche“ Geschlecht hatte. Doch diesen Gedanken ließ ich nicht an die Oberfläche. Ich lernte daraus: Das Universum ließ sich eben nicht beschubsen!

Leidlich frustriert schaffte ich es ganze 3 Tage, die Finger von der digitalen Pferdesuche zu lassen. Tatsächlich guckte ich „nur mal eben so“ durch das Netz. Sämtliche Energie war auf dem Nullpunkt. Ich war mittlerweile, nach zweieinhalb Monaten Suche überzeugt: „Dann kaufe ich eben kein Pferd!“
Schon wollte ich den Computer runterfahren, als sich plötzlich noch folgende Anzeige mit aussagekräftigen Fotos und einem Video vor meinen Augen auftat:

8-jähriger Lewitzer-Wallach, dreifarbiger Schecke, western geritten, 1.50 m groß, menschenbezogen und preislich so, wie es in unserer Urlaubskasse vorgesehen war.

Nur 1 Woche später stand „Patch“ in unserem Stall.

Seit 7 Tagen lernen wir ein Pferd kennen und schätzen, wie ich es mir erträumt hatte.

Meine Freude und Dankbarkeit sende ich intervallmäßig an meine Wunschenergie, an meinen Wunschengel und das Universum.

Jetzt ist es an uns, diesem „Geschenk“ alle nur erdenkliche Achtung und Wertschätzung zukommen zu lassen. An den Feinheiten feilen wir.
Und da Patch noch nicht das „Draußen“ wie Heide, Straßen und Wald kennt, wünsche ich mir nun seine und meine Gelassenheit und Nervenstärke, die ein harmonisches Miteinander auch außerhalb von Hof und Weide möglich macht! Glücklicherweise muss ich diese Dinge nicht im Internet suchen!!!

Liebe Grüße
Anja