Mit der Nutzung dieser Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Für die Nutzung des vollen Funktionsumfanges der Webseite, bestätigen Sie bitte auch die Verwendung von Third-Party-Cookies & Plugins. Mehr Informationen in unserer Datenschutzerklärung
Ok

Was ist Glück?

Glück ist eng verbunden mit dem Gefühl der Liebe.
Und Liebe beginnt mit der Liebe zu sich selbst.

Für viele Menschen ist Glück etwas, das völlig unerwartet, aus heiterem Himmel eintrifft. Manchmal auch völlig unverdient. Glück wird also sehr oft mit dem Eintreffen eines wunderbaren Zufalls gleichgesetzt. Aus diesem Grunde warten viele Menschen oft ein Leben lang und hoffen, dass sie auch endlich einmal Glück in ihrem Leben haben, ohne auch nur im Entferntesten zu ahnen, dass dauerhaftes Glück auf diese Weise nicht in ihr Leben treten wird.

Wahres Glück kommt nicht von außen.

Wahres, dauerhaftes Glück ist kein gewaltiges Ereignis, das uns wie aus heiterem Himmel erfasst und uns endlich von unserer Unzufriedenheit befreit. Dauerhaftes Glück entsteht nicht aus einem einzigen intensiven Moment heraus. Wir benötigen auch keinen gewaltigen Rundumschlag, mit dem wir uns befreien. Wohin wir auch gehen, wir nehmen uns immer mit, und damit auch unsere Fähigkeit, Glück zu empfinden.
Gleichgültig, wie viel Geld wir verdienen, welche Erbschaft uns ereilt, welche unerwartete Villa wir plötzlich bewohnen dürfen, oder welche Reise wir antreten, das anfängliche Glücksgefühl verliert sich nach einer Weile wieder, und wir befinden uns gefühlsmäßig bald wieder dort, wo wir vorher schon waren. Vielleicht in einer neuen Wohnung, mit einem neuen Partner oder wesentlich reicher, aber erneut ohne das tief befriedigende Gefühl, glücklich zu sein. Reichtum ist also kein Garant für Glück.

Um in den Genuss dauerhaften Glücks zu kommen,
bedarf es nicht eines großen, sondern vieler kleiner Schritte.

Deswegen ist es auch so einfach, sich ins Glück zu begeben. Wir müssen nichts Außergewöhnliches, nichts unerreichbar Gewaltiges tun, sondern nur viele kleine erreichbare Schritte. Das macht es so einfach. Gleichzeitig liegt darin aber auch die größte Hürde. Denn wir glauben nicht, dass es so einfach sein kann. Wir misstrauen diesem einfachen Weg. Da das Erreichen von Glück in unseren Augen etwas so Gewaltiges ist, kann es unserer Meinung nach auch nur durch größte Kraftanstrengung zu erreichen sein.
Glück lässt sich aber nicht erkämpfen oder durch Leistung erzwingen. Darin besteht der große Irrtum. Wir können uns noch so sehr aufopfern, es allen recht machen wollen, richtig viel Geld verdienen oder Auszeichnungen sammeln. Je mehr wir dem Glück nacheilen, desto weniger werden wir es erfahren.
Aus diesem Grund erreichen die meisten von uns den Zustand tiefen Glücks nie. Denn es gibt immer noch etwas, das wir vermeintlich tun müssen, bevor das Glück uns auch wirklich zusteht. Ganz egal, wie viel wir bereits geleistet haben.
Die Wahrheit aber ist, du musst gar nichts mehr leisten. Du musst auch nicht einen bestimmten Posten bekleiden oder eine bestimmte Summe Geldes haben. Du brauchst nicht den perfekten Partner an deiner Seite, und du musst auch nicht berühmt sein.
Denn solange du dein Glück im Außen suchst und hoffst, dass es sich dann auch in deinem Innern niederschlägt, wird es sich nicht einstellen. Denn so funktioniert Glück eben nicht. Glück entsteht in unseren Tiefen und entfaltet sich erst dann in unserer Außenwelt.

Erst wenn wir innerlich glücklich sind,
beglückt uns alles andere im Außen,
und nicht umgekehrt.

Da das wahre Glück von Innen heraus entsteht, werden wir uns auf dem Weg zum Glück immer auch uns selbst annähern. Wir werden auf diesem Weg vielleicht schweres Gepäck ablegen müssen, alten Ballast, den wir noch immer mit uns herumschleppen. Wir werden dabei vielleicht auch unsere Brille absetzen müssen, die uns bisher unsere Wahrnehmung verdunkelte. Wir werden beginnen, uns selbst wieder wahrzunehmen und unsere wahren Bedürfnisse kennenzulernen. Vor allem aber werden wir lernen, uns wieder selbst zu lieben. Denn Glück ist eng verbunden mit dem Gefühl der Liebe. Und Liebe ist eng verbunden mit der Liebe zu uns selbst.
Wir werden auf unserem Weg stets sanft vorgehen, denn das Glück ist ein sanftes Geschenk. Wenn wir es festhalten wollen, verschwindet es sofort wieder. Glück lässt sich nicht festhalten. Es stellt sich auch nur dann ein und bleibt bei uns, wenn wir keine Bedingungen stellen. Ähnlich wie die Liebe besucht uns das Glück immer nur freiwillig und verliert an Kraft, wenn wir es binden wollen. Aber wir können das Glück einladen und die Voraussetzungen dafür schaffen, dass es sich bei uns wohlfühlt. Wir können uns für unser Glück also bereitmachen. Wir können uns öffnen und die Hand ausstrecken, ruhig und mit Bedacht, und dann … kann es sein, dass es sich bei uns niederlässt. Aber nur, wenn wir die innere Freiheit besitzen, es jederzeit auch wieder ziehen zu lassen.
Nur wenn wir bereit sind, den Moment des Glücks wieder gehen zu lassen – in der tiefen Gewissheit, dass ein anderer wundervoller Moment des Glücks in unser Leben treten wird, ein neuer, ebenso schöner –, ziehen wir das Glück regelrecht in unser Leben. Wir begrüßen dabei jede Veränderung, weil sie uns neues Glück bringt.
Das Leben ist voller Veränderungen. Wir können sowieso nichts festhalten – weder Gefühle, noch Besitz, noch Menschen, noch die Zeit. Diese Erkenntnis ist nicht immer leicht. Auch ich musste erst lernen, dass das Glück nicht im Reichtum, nicht im Genuss und auch nicht im Erfolg zu suchen ist. Sondern im Loslassen.
Einer der Hauptschlüssel zu unserem Glück ist das Zulassen von Veränderung. Denn immer wird es ein anderes neues Ereignis sein, das uns dieses tiefe Gefühl schenkt.

Glück ist eine Ansammlung von vielen kleinen Glücksmomenten, die unser Leben stetig begleiten und zu einem großen Ganzen werden.

Manchmal klopft es uns ganz sanft auf die Schulter, und wir sind zu Tränen gerührt. Manchmal besucht es uns, wenn wir ganz ruhig sind. Manchmal ereilt es uns völlig überraschend. Und manchmal schleicht es sich fast unmerklich ein und berührt uns tief. Manchmal scheint es nur von unbedeutender Natur zu sein und unscheinbar. Immer aber ist es von erstaunlicher Tiefe. Ob es ein Wort ist, ein Satz, eine Geste, ein Lächeln, der Duft einer Blume, ein Kuss, oder Arm in Arm mit dem Menschen einzuschlafen, den man liebt. Auch das Beenden einer gelungenen Arbeit, der Blick auf ein stürmisches Meer oder ein Gespräch kann dieses tiefe Gefühl der Berührtheit in uns auslösen.

Glück beginnt da, wo Nähe entsteht.
Meist ist es die Nähe zu sich selbst.

Sich dem Erleben vollständig hingeben. Aufgehen im Moment der Erfahrung, unvoreingenommen und frei von vorgefertigten Vorstellungen und Erwartungen. Wenn man nichts erwartet, gibt es auch keine Forderungen, die enttäuscht werden könnten.
Das Glück unterscheidet nicht. Im Erleben von außergewöhnlichen Momenten gibt es keine Grenze nach oben oder nach unten. Es gibt nicht einmal die Bewertung darüber, sondern nur das Spüren grenzenloser Verbundenheit. Es gibt nicht einmal mehr die Frage, ob man glücklich ist, denn diese Frage wirft einen wieder zurück in die Bewertung. Wenn man glücklich ist, stellt man keine Fragen mehr. Man ist einfach nur glücklich. Im Einklang mit sich selbst und allem anderen.
Jeder von uns hat seine eigenen Glücksmomente. Jeden Tag bieten sie sich uns an. Jeder Augenblick könnte so ein Glücksmoment sein. Manchmal berühren diese Augenblicke des Glücks uns fast, und dennoch rauschen sie oftmals unbemerkt an uns vorbei und verflüchtigen sich, ohne von uns jemals bewusst wahrgenommen worden zu sein.
Um Glücksmomente überhaupt wahrnehmen zu können, müssen wir unser Bewusstsein für sie schulen. Sind unsere Sinne erst einmal dafür erwacht, und haben wir uns von dem Ballast befreit, der uns bisher an der Wahrnehmung gehindert hat, uns sozusagen die Sicht auf sie verstellt hat, wird unser Leben endlich reich und kraftvoll. Und glücklich.
Wenn wir glücklich sind und dieses Glück ausstrahlen, spüren dies auch andere, und wir werden plötzlich ganz anders behandelt und wahrgenommen. Man ist gern in unserer Nähe. Nicht selten werden wir sogar beschenkt. Mit einem Lächeln, mit Liebe, Achtung und Anerkennung. Und plötzlich vermehrt sich unser Glück. Es potenziert sich. Mit einem Mal geschehen all die Wunder, die wir bisher nicht zugelassen haben. Das Leben wird zu einem einzigen Geschenk.
Und weil wir immer mehr in diese Glückseligkeit eintauchen, stehen wir auch immer mehr in einem wundervoll göttlichen Urvertrauen. Wir sind voller Liebe. Wir sind Liebe. Wir lieben die Menschen. Und uns selbst.

Pierre Franckh