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Merkmale einer Seelenpartnerschaft 

Da ich das Glück habe mit meinem Seelenpartner zusammenzuleben und ich in meiner Arbeit als Mentaltrainer viele solcher Seelenpartnerschaften kennenlernen durfte, möchte ich hier kurz die wichtigsten Punkte zusammenstellen, die eine Seelenpartnerschaft ausmachen kann.

Vielleicht hilft es dir bei der Frage wie du deinen Seelenpartner erkennen kannst.

 

Das Kennenlernen

Nicht selten trifft man seinen Seelenpartner, wenn gerade eine wichtige Entwicklungsphase abgeschlossen wurde. Es ist fast so, als wäre man nun bereit, für so eine innige Liebe.

 

1. Schon beim ersten Kennenlernen spürt man eine seltsame Vertrautheit. Es ist als würde man sich schon immer kennen. Da ist nichts Fremdes.

Nicht selten redet man bereits beim ersten Treffen über Dinge, die man mit anderen noch nie in dieser Tiefe ausgetauscht hat.

 

2. Etwas ist anders. Meist hat man schon einige Beziehungen hinter sich. Doch diesmal ist alles anders. Als hätte eine höhere Ordnung beide zusammengeführt.

 

3. Es ist verwirrend, dass beide wissen, wie der andere denkt und fühlt, ohne dass man darüber spricht. Meist ist man verwundert, dass man sich so nah ist, obwohl man sich doch fremd sein sollte.

 

4. Man hat unglaublich viel zu reden und es ist, als könnte jedes Wort, jeder Satz auch von einem selber stammen. Man denkt über so vieles vollkommen gleich.

 

5. Der Mitteilungsdrang ist ungeheuer. Es ist, als würden sich zwei Bekannte nach langer Zeit wieder treffen und wissen wollen: „Wie erging es dir in der Zwischenzeit?“

 

6. Man weiß von Anfang an, dass man zusammengehört. Dies hat nichts mit Verliebtheit zu tun. Es ist ein ruhiges Gefühl. Ein wundervoll Befreiendes. Man weiß es einfach. Man ist voller Vertrauen den richtigen Menschen getroffen zu haben.

 

7. In der weiteren Kennenlernphase verstärkt sich das Gefühl der Vertrautheit und der Meinung, sich seit ewigen Zeiten zu kennen, immer mehr. Jede Begegnung ist eine Bestätigung dafür. Man weiß mehr vom anderen, als man eigentlich wissen könnte.

 

8. Man tut zeitgleich ähnliche Dinge. Beide wollen sich im gleichen Moment anrufen und wählen zum gleichen Zeitpunkt und wundern sich warum beim anderen besetzt ist. Beide betreten das gleiche Café, ohne es vereinbart zu haben, steigen in den gleichen Bus, besuchen das gleiche Museum. Die gegenseitige Anziehung scheint eine magische Kraft zu besitzen.

 

9. Das Leben scheint sich seit der ersten Begegnung schlagartig verändert zu haben. Man denkt anders, man fühlt anders. Das Leben ist intensiver. Es ist nicht vergleichbar mit der Verliebtheitsphase. Man ist ruhiger, wacher, bewusster. Es ist als hätte man eine Brille abgenommen und ein Schleier sich gelüftet.

 

10. Ganz oft findet die Phase der ersten Verliebtheit nicht statt. Man überspringt sie einfach. Man kennt sich doch schon so gut, man ist doch schon so vertraut miteinander. Es ist, als wäre dieser Mensch schon immer da gewesen.

 

11. Manchmal ist man verwirrt, weil alles so selbstverständlich abläuft. Ohne die ganzen Fragen: Sollen wir, wollen wir. Es steht gar nicht zur Debatte ob man zusammengehört.

 

12. Sehr oft hat man das Gefühl, dass das Leben erst jetzt so richtig beginnen würde. Es ist so, als würde erst jetzt eine tiefe Sinnhaftigkeit in unser Leben kommen. Sehr oft glaubt man auch, man hätte ein ganzes Leben nur auf diesen Moment gewartet.

 

13. Manchmal kann es Tränen der Befreiung geben. Man ist so glücklich, dass all die Trauer der Vergangenheit sich zeigen darf. Nicht selten hat man das Gefühl als hätte das Schicksal einen irgendwann einmal auseinandergetrieben und nach Jahren der Verwirrung wäre man endlich wieder zusammengekommen. Man empfindet sich wie zwei Menschen, die sich endlich wiedergefunden haben.

 

14. Vielleicht wirst du feststellen, dass es bereits viele Berührungspunkte im Leben gab. Die Wege können sich schon oft gekreuzt haben. Seelenpartner, die in Resonanz stehen, werden wahrscheinlich öfters schon einmal die gleichen Orte zur gleichen Zeit besucht haben. Ein Konzert, eine Party, eine Uni, ein Kino. Manchmal fällt man sich sogar gegenseitig auf, es kann sogar zu einem Blickkontakt gekommen sein, aber man war noch nicht soweit eine Partnerschaft zu beginnen. Oftmals muss einer von beiden noch Dinge in seinem Leben klären oder lösen. Man kann sich also schon öfters sehr nahe gewesen sein, aber die Zeit war noch nicht reif.

Das macht nichts. Zwischen Seelenpartnern gibt es keine Zeit. Da sie zusammengehören, werden sie es früher oder später auch sein.

Seelenpartner begegnen sich so oft, bis die Zeit für beide gekommen ist, sich aufeinander einzulassen.

 

15. Man besitzt oftmals die gleichen Bücher, Schallplatten oder Bilder.

 

16. Nicht selten haben Seelenpartner eine ähnliche Lebensgeschichte. Ähnliche Erfahrungen, ähnliche Lebensthemen.

 

17. Da beide diese tiefe Verbundenheit spüren, erübrigt sich jede Sorge, der andere könnte nicht an einem interessiert sein. Diese Partnerschaft ist vollkommen angstfrei.

Manchmal entsteht eher die Frage: Wo warst du solange? Und manchmal gibt es nur ein gegenseitiges Staunen. Warum weiß ich soviel von dir? Warum bist du mir so vertraut?

 

Das erste Kennenlernen kann also durchaus verwirrend sein, weil so vieles nicht erklärbar scheint. Das Beste ist, es einfach nur wahrzunehmen und nicht zu versuchen es verstehen zu wollen.

Öffnen, zulassen und voller Demut annehmen, ist die Devise. Worte können ein so großes Erlebnis nicht erfassen.

 

Das Zusammenleben

 

Das Zusammenleben bleibt ein Wunder.

 

1. Man fühlt, spürt, empfindet was der Partner denkt und wo er sich gerade befindet. Das gegenseitige Verständnis läuft fast blind ab. Man weiß auch meist, was der Partner sagen will. Das führt dazu, dass er gar nicht mehr zu Ende reden muss, man weiß bereits alles.

 

2. Man spürt, - selbst über eine größere Distanz hinweg – wie es dem anderen geht.

 

3. Manchmal spielt die Sexualität eine untergeordnete Rolle.

Es kann sich zwar eine Form von Leidenschaft entwickeln, aber dies ist nicht wesentlich für eine Seelenpartnerschaft, da sie wesentlich tiefer geht und andere Schichten berührt. Das Beseelende ist die tiefe Verbundenheit.

 

4. Das gegenseitige Wohl steht an erster Stelle. Man möchte, dass es dem anderen gut geht und er seinen Weg gehen kann. Man fördert den anderen, man möchte, dass seine Entwicklung vorankommt. Man möchte ihm das Leben erleichtern.

Das Glück des anderen ist eine Herzensangelegenheit.

 

5. Die Liebe ist bedingungslos. Man muss nichts mehr tun, um geliebt zu werden. Diese Liebe stellt auch keine Forderungen. Das größte Gut in der Partnerschaft ist die Freiheit.

 

6. Es gibt keine Geheimnisse mehr. Es gibt nichts, was man verstecken möchte. Man zeigt alles von sich. Es ist vollkommen natürlich den Seelenpartner vollständig teilhaben zu lassen. Diese Form von Offenheit dürfte man zum ersten Mal erleben. Man spürt die befreiende Wirkung. Alles Angespannte fällt von einem ab.

 

7. Seelenpartner tauschen sich gerne aus. Es gibt unentwegt etwas mitzuteilen. Alles ist wichtig genug besprochen zu werden.

 

8. Man kann aber auch herrlich miteinander schweigen. Die Stille ist meist angenehm. Man kann stundenlang schweigen und sich dennoch verbunden fühlen. Man kann ein Buch lesen, mit Kopfhörern Musik hören, in einem anderen Raum sein, und dennoch fühlt man sich verbunden.

 

9. Auch größere räumliche Trennungen stellen kein Problem dar. Selbst große Entfernungen kann die Liebe nicht mindern, da das Gefühl der Zusammengehörigkeit und der Nähe viel zu stark ist. Es ist als sei der Seelenpartner ständig bei einem. Ist er ja auch. Er hat ja schließlich seinen Platz im Herzen.

 

10. Man vertraut sich bedingungslos.

Eifersucht findet so gut wie nie statt. In einer Seelenpartnerschaft gibt es keinen Raum für diese Form der Unsicherheit. Da man so sehr in der inneren Verbundenheit lebt, vertraut man sich gegenseitig. Ganz gleich, ob man getrennt ist, die Nächte woanders verbringt, beruflich verreisen muss oder einfach für einige Zeit Ruhe benötigt. Nichts kann diese tiefe Liebe verunsichern. Es gibt kein Gefühl von Verlustangst.

 

11. Es gibt keine Machtspiele mehr. Kontrollsucht und Konkurrenzkämpfe finden nicht mehr statt. Seelenpartner sind darüber erhaben. Sie wollen das Beste für den Partner und freuen sich über jeden Erfolg mit ihm. Die Liebe ist so wahrhaftig, dass man über alles in absoluter Offenheit reden kann und negative Gefühle überwindet.

 

12. Seelenpartner haben meist die gleichen Werte und in den großen Dingen die gleichen Ziele. Sie sind sich einig in der Lebensführung, in der Entwicklung ihrer Zukunft und im Umgang mit anderen Menschen. Oftmals sind sogar ihre Tätigkeiten ähnlich.

 

13. Die Beziehung besitzt eine ganz eigene Magie. Beide sind sich dessen bewusst. Sie wissen um den unschätzbaren Wert ihrer Partnerschaft.

 

14. Beide Partner sind sowohl an der eigenen Entwicklung, wie auch an der Entfaltung und Transformation des anderen interessiert.

 

15. Bei einer Seelenpartnerschaft geht es nicht darum, dass einer von beiden gewinnt, sondern dass beide sich an die Hand nehmen und sich auf den Weg zu einem höheren Selbst machen.

 

16. Seelenpartner können auch räumlich getrennt leben, ohne dass es ihnen große Schmerzen bereitet. Man kann in verschiedenen Städten leben, oder sogar in verschiedenen Ländern, durch die innere Verbundenheit und das tiefe Zusammengehörigkeitsgefühl spielt Zeit und Raum keine Rolle.

Pierre Franckh