Mit der Nutzung dieser Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Für die Nutzung des vollen Funktionsumfanges der Webseite, bestätigen Sie bitte auch die Verwendung von Third-Party-Cookies & Plugins. Mehr Informationen in unserer Datenschutzerklärung
Ok

Kleinkinder und Medien

Jetzt stelle sich mal einer vor, man würde wirklich die Richtlinien befolgen – Kinder unter drei Jahren sollten gar kein Fernsehen gucken, geschweige denn mit Handy, Tablett und Co. hantieren.
Was würden wir armen Eltern denn dann machen?


Wir müssten uns dem ewigen Kampf aussetzen und mit unseren gerade laufen könnenden Kindern diskutieren, dass das Handy der Mama oder dem Papa gehört und doch vielleicht kaputt gehen könnte, wenn wir es jetzt einfach so hergeben.
Und wofür gibt es sonst stoßfeste Hüllen?


Wir könnten nicht unseren Kleinsten bereits in der Früh vor der „elektrischen Oma“ parken, um dann ganz in Ruhe die Dinge für den Tag herzurichten – es ist doch auch so schon stressig genug.

Vor allem, was würden wir machen, wenn die Kleinen gerade wieder so völlig außer Rand und Band sind und es regnet vielleicht auch noch? Dieser Stress - Matschsachen anziehen, die kleinen Füße in die Gummistiefel quetschen oder ganz und gar mit Kinderwagen und Regenverdeckt spazieren gehen.
Meistens kann man ja am Wochenende diese armen Väter beobachten, wie sie völlig verfroren mit eingezogenen Köpfen, hochgestelltem Kragen und gesenktem Blick ihren Nachwuchs im Kinderwagen spazieren führen – da kann man schon mal Mitleid bekommen.
Der einzige Nachteil an der „elektrischen Oma“ sind diese hinterher noch aufgedrehteren Kinder, aber dann schickt man sie einfach auf ihr Zimmer oder früh ins Bett, dann ist dieses Thema auch erledigt.
Oder gar noch besser, ich gebe meinem Kind einfach das Tablett mit ins Bett, da kann es noch einen Film schauen – irgendwann schläft es bestimmt ein.


Frische Luft, Spaziergänge oder gar Spielplatzbesuche werden doch völlig überbewertet, das könnte ja vielleicht noch dazu führen, dass man einen ruhigen Abend zu zweit verbringen müsste, weil die Kinder ausgelastet und entspannt in ihre Betten fallen.
Ach ne, da weiß man doch gar nichts mit sich anzufangen.


Ich bin mir auch nicht sicher, ob man nicht einen Bildungsauftrag vernachlässigt,
wenn man sein Kleinkind nicht ans Handy oder Tablett lässt.
Der oder die Kleine kommt dann in den Kindergarten wo alle anderen sämtliche Bedienungskombinationen von Tastsperre, Flugmodus und Co kennen  und lösen können und er oder sie weiß noch nicht mal wer die Tele Tubbies sind.

Nein, das kann ich meinem Kind nicht antun, das macht es doch zum totalen Außenseiter und wenn sowas im Kindergarten schon anfängt …

Mandy Klein

www.qualitätszeit.com