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Funktioniere ich noch oder lebe ich wieder?

Kennst Du das auch: Nach einem traurigen Ereignis muss man einfach funktionieren.

Das erwarten die Familie, die Kollegen, die Freunde - und vermutlich erwartest Du das auch von Dir selbst, oder?

Oftmals überrennen einen die Ereignisse und man weiß nicht, wo einem der Kopf steht.

Bei einem Trauerfall z.B. müssen vor der Trauerfeier ganz viele schnelle Entscheidungen in ganz kurzer Zeit getroffen werden und man hat kaum Zeit zum Luftholen geschweige denn Ruhe, um diese Entscheidungen nicht wie ein Automat zu treffen.

Dann kommt der Tag des endgültigen Abschieds, sei es von einem lieben Menschen, von der Arbeit oder auch von der Gesundheit.

Du stehst da und fragst Dich: „War´s das jetzt“

Jetzt ist eigentlich die Zeit zum Durchatmen, Zeit, um sich neu zu sortieren, Zeit, die Trauer leben zu dürfen, wenn da nicht….

…die Familie wäre, die getröstet werden will oder

...die Arbeit wieder ruft und dort keiner wirklich dafür Verständnis hat, dass Du immer noch trauerst,

...Dein Körper nicht mehr so mitmacht wie bisher…

Im Außen werden an uns ganz viele Dinge herangetragen und nur wenige verstehen wirklich, wie es uns geht. Verstehen kann das meist nur jemand, der Gleiches oder Ähnliches erlebt hat.

Wie also kommst Du aus der Schiene des Funktionierens wieder heraus ins Leben?

  • Nimm Dir Zeit für Dich, und sei es nur für eine bewusste Tasse Kaffee oder Tee.
  • Blockiere in Deinem Terminkalender Zeiten, in denen Du nur für Dich da bist, in denen Du Zeit hast, Liegengebliebenes aufzuarbeiten, Dir Gedanken machen kannst über so viele Kleinigkeiten, die im Alltag untergehen, (auch hier reichen für den Anfang schon 10-15 Minuten).
  • Erinnere Dich daran, welches Gefühl es war, als Du Zeit für Dich hattest und tauche in dieses Gefühl ein, nimm es mit in Deinen Alltag und schaffe Dir so Ruheinseln.
  • Belohne Dich dafür, dass Du nicht nur wie ferngesteuert durchs Leben marschierst, sondern Dir Zeit für Dich nimmst und sei es mit einem kleinen Smily-Stempel.
  • Sei ehrlich zu Dir und anderen. Das heißt, wenn es Dir nicht gut geht, gestehe es Dir zu. Aber auch wenn Du einen guten Tag hast, kommuniziere es nach außen.
  • Beginne Dein Leben bewusst neu zu planen. Es gab große Veränderungen, das Leben läuft nicht mehr so wie früher. Gib Deinem neuen Leben Raum, sich zu entwickeln (Manches mag noch ungewöhnlich sein und die Veränderung schmerzhaft, geh sie dennoch bewusst an).
  • Versuche der Frage „Warum“ aus dem Weg zu gehen, stelle Dir besser die Frage: „Was will es mir zeigen?“ oder „Was kann ich daraus lernen?“ Viele Dinge haben im Nachhinein betrachtet einen tieferen Sinn gehabt und uns zu den Menschen werden lassen, die wir heute sind. Selbst der Tod eines lieben Menschen bringt uns in unserem Leben auf einen positiven Weg, wenn wir bereit sind, diesen zu erkennen und zu gehen.
  • Suche Kontakt mit Gleichgesinnten und tausche Dich mit ihnen aus.
  • Setze bewusst Deinen Atem ein – einatmen, ausatmen, einatmen, ausatmen usw. – in Deinem Rhythmus, dann bist Du ganz schnell im Hier und Jetzt und bei Dir selbst angekommen
  • Erlaube Dir zu lachen, fröhlich und positiv zu sein.

 

Dies ist nur eine bruchstückhafte Aufzählung der Dinge, die Du für einen guten Weg für Dich zurück ins Leben finden kannst.

Wichtig ist immer, dass Du die Dinge tust, die Dir – und keinem anderen – guttun.

Lass nicht zu, dass das Leben an Dir vorüberzieht, das mag für eine Weile ok sein, kann jedoch nicht der Sinn Deines Lebens sein.

Du hast es in der Hand, „nur“ zu funktionieren oder wieder im Hier und Jetzt zu leben.

Also entscheide Dich und gehe es an!

Ich wünsche Dir den Mut und die Kraft dazu.

 

Iris B. Sailer

www.irissailer.de