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Wer bist du?

Entdecke, wer Du bist
und vertraue darauf,
dass Du alles, was Du zum Erfolg benötigst,
bereits in dir trägst.

Viele Menschen machen sich nie wirklich Gedanken darüber, wer sie eigentlich sind. Dabei ist dies eine der Schlüsselfragen unseres Lebens.
Denn wenn Du nicht weißt, wer Du wirklich bist, woher sollst Du dann wissen, was Du wirklich willst oder warum Du nicht das bekommst, was Du dir wünschst? Wie können wir dann erkennen, ob unsere Wünsche und Vorstellungen vom Leben wirklich unsere sind und nicht die von anderen?

Erst wenn wir uns selbst kennen,werden wir unseren eigenen Weg finden.

Erst dann können wir entdecken welche Talente und Fähigkeiten in uns schlummern und darauf warten von uns geweckt und eingesetzt zu werden.
Wenn du nicht weißt, wer du wirklich bist, werden andere dir nur allzu gerne ihre Version von dir erzählen.
Genaugenommen geschieht das ständig. Jeder in unserer Umgebung glaubt uns erzählen zu können, wer wir wirklich sind. Und da wir keine Ahnung haben, wie unsere ursprüngliche Version von uns einmal war, beginnen wir tatsächlich anderen zu glauben. Gleichgültig ob sie die Wahrheit über uns sagen oder nicht.

Wenn du nicht weißt, wer du wirklich bist, wirst du beginnen all den anderen zu glauben.

Genau genommen geschieht das schon seit langer langer Zeit. Irgendwann in unserem Leben begannen wir die Wahrheit der anderen als unsere anzunehmen und haben uns selbst vollständig aus den Augen verloren haben.
Kein Wunder. Wenn wir nicht wissen wer wir wirklich sind, werden wir zwar loslaufen, meist mit viel Aufwand und Getöse, aber da wir unseren eigenen ganz persönlichen Weg nicht kennen, lassen wir uns nur allzu gerne von anderen an allen möglichen Weggabelungen zu deren Wegen verleiten. Und schon laufen und laufen wir, kommen immer mehr außer Puste, werden immer unzufriedener, erhöhen den Kraftaufwand – wir wollen ja schließlich mal ankommen - und entfernen uns immer mehr von uns selbst. Irgendwann werden wir sogar vergessen haben, wer wir anfänglich einmal waren.
Vielleicht verlief dein Leben ja bisher auch so. Vielleicht hast du ebenso gekämpft und dich abgerackert und gearbeitet bis zur Selbstaufgabe. Aber es war nie genug. Vielleicht hast du dich ebenso müde und ausgelaugt gefühlt. Vielleicht auch überarbeitet und ausgenutzt. Dann wirst du wahrscheinlich irgendwann auch nur noch wenig Sinnhaftigkeit in deinem Tun entdeckt haben. Heute fällt uns nur noch auf, dass wir wesentlich weniger lachen als früher.
Womöglich bist du jetzt auch enttäuscht vom Leben. Vor allem enttäuscht, wie wenig erfüllend sich dein Leben für dich bisher gestaltet hat.

Wenn wir vergessen haben, wer wir anfänglich einmal waren, haben wir keinen Kontakt mehr zu unserem ursprünglichen Lebensweg. Wir haben uns verlaufen. Wir fühlen uns verloren und in beruflicher Hinsicht heimatlos. Heimatlos bedeutet aber nicht, dass wir keine Heimat mehr besitzen. Die Heimat gibt es natürlich immer noch.

Die Heimat ist immer in uns selbst.

Wir haben einfach nur den Kontakt zu unserer eigenen Quelle verloren.
Woher ich das alles weiß? Weil es mir ebenso erging. Auch ich hatte diesen Kontakt verloren.
Als ich mich zum ersten Mal mit der Frage „Wer bin ich?“ zu beschäftigen begann, war ich als Schauspieler sehr erfolgreich. Ich hatte bis zu diesem Zeitpunkt an über 350 Filmen mitgewirkt. Aber trotz meines Erfolges war ich nicht glücklich, nicht beseelt. Ich war unzufrieden und wusste nicht warum.
Aber das Beschäftigen mit dieser Frage brachte mir alle Antworten auf meine Unzufriedenheit. Die Frage „Wer bin ich“ hat in dieser Zeit viel in mir bewegt. Ich stellte plötzlich fest, dass mein Seelenwunsch schon immer etwas anderes gewesen und ich einfach nur in die Fußstapfen meiner Eltern getreten war. Ich bin einfach nur Schauspieler geworden, weil meine Eltern auch Schauspieler gewesen waren.
Aber meine ursprüngliche Begeisterung hatte immer etwas anderem gegolten. Schon als Kind hatte ich begeistert Geschichten geschrieben. Schulaufsätze hatte ich über alles gemocht und sogar zuhause weiter an den Formulierungen gebastelt. Ich hatte das Schreiben geliebt. Urplötzlich erinnerte ich mich, dass ich als Kind noch wusste, dass ich Schriftsteller werden wollte.
Aber dann, im späteren Teenageralter hatte ich mit meiner damaligen Partnerin ein Erlebnis, dass diese Liebe zum Schreiben zum Absterben brachte. Ein Ereignis, dass ich viele lange Jahre verdrängt hatte.
Damals habe ich mich immer wieder gerne in unser Schlafzimmer zurückgezogen, um dort auf einer alten Schreibmaschine Geschichten zu schreiben. Eine war mir besonders gut gelungen. Es handelte von einem jungen Paar, dass sich zufällig in einem Zug gegenübersitzt  und im anschließenden Gespräch immer mehr Gefühle zueinander entwickelt. Ich hatte nur die ersten vier Seiten einer Geschichte geschrieben, die sich zu einer großen Liebegeschichte entwickeln sollte.
Ich las meiner damaligen Partnerin voller Stolz diese ersten vier Seiten vor. Aber anstatt Lob und zustimmendes Nicken zu ernten, begann sie zu weinen. Sie war nicht mehr zu beruhigen. Sie war überzeugt, ich wolle sie verlassen, ansonsten würde ich doch nie eine solche Geschichte erfinden.
Ich war damals so erschrocken über meine Schreibkunst gewesen, dass ich in dieser Partnerschaft nie wieder etwas geschrieben habe. Ich wollte sie nicht erneut verletzen. Auch später habe ich nie wieder das Schreiben aufgenommen.
Ich hatte das einfach alles vergessen. Erst mit der Beschäftigung der Frage „Wer bin ich?“ brach alles wieder auf. Dreißig Jahre später. Durch diese eine einzige Frage.
Urplötzlich erinnerte ich mich wieder an die Freude, die ich bis zu diesem Zeitpunkt am Schreiben gehabt hatte und begann innerhalb weniger Wochen wieder mit dem Schreiben. Ich holte mir sogar meine alte Schreibmaschine aus dem Keller und knüpfte an alte Zeiten wieder an.

Ich hatte herausgefunden was mir Freude bereitet und was mein Potential ist.

Als ich wusste wer ich in Wirklichkeit bin, hatte ich wieder Zugang zu all meinen vergrabenen Talenten und begann dort anzuknüpfen, wo ich meinen eigenen Weg verlassen hatte.
Der wichtigste Schritt auf dem Weg zum Erfolg führt also zwangsläufig zu uns selbst und der Frage: „Wer bin ich?“
Erst wenn wir diese Frage beantworten können, folgt die zweite Frage: „Was will ich?“ Wobei die Betonung auf ich liegt und nicht: „Was wollen andere dass du tust?“

Gehe heute Abend mal ein bisschen dem Gedanken nach, wer du in Wahrheit bist.
Nimm die Frage aber nicht zu ernst. Gehe eher spielerisch heran. Wir wollen uns ja nicht überfordern. Es könnte ja sein, dass wir uns zum ersten Mal mit der wichtigsten Person in unserem Leben beschäftigen.
Und wir beide wissen schon jetzt, wer das sein mag.

  • Schließe die Augen oder betrachte dich in aller Ruhe im Spiegel und stelle dir immer wieder die Frage: „Wer bin ich?"
  • Sieh Dir Deine Kindheit an.
  • Und die Entwicklung, die Du gemacht hast.
  • Erinnere Dich, wie es früher mal war. Vielleicht hast du Fotos von früher.
  • Erinnere Dich, wer Du früher mal warst. Erinnere dich wer du werden wolltest. Und betrachte dir wer Du jetzt bist.
  • Was ist anders?
  • Haben sich deine Wünsche erfüllt?
  • Bist du der/die geworden, der/die du werden wolltest?
  • Gibt es einen Unterschied zu dem was du werden wolltest und was du heute bist?

Wenn wir diesen Fragen nachgehen, kann es sein, dass wir anfangs traurig werden. Vielleicht blicken wir auch mit Wehmut auf viele verpasste Chancen zurück.
Lass all diese Gefühle zu. Sie waren schon immer da. Du hast bisher nur geleugnet, sie zu besitzen.
Wenn wir diese Gefühle zulassen, beginnen wir auch wieder uns selbst zuzulassen. Wir beginnen uns zu erinnern, wie kraftvoll und lebendig wir mal gewesen sind.
Diese Lebendigkeit ist noch immer in uns. Wir haben sie nur schlafen gelegt. Wir haben einfach irgendwann einmal aufgehört uns selbst zuzuhören.
Wir begannen anderen mehr Glauben zu schenken, als uns selbst und verloren uns selbst immer mehr aus den Augen.

Wir sind also irgendwann einmal steckengeblieben. Mach dir keine Gedanken. Jeder von uns ist das. Ich ebenso wie du.
Vielleicht ist es jetzt einfach nur wieder an der Zeit dort anzuknüpfen, wo wir an Fahrt verloren haben. Und dies ist leichter als wir denken.
Gehe einfach einige Zeit der Frage nach: „Wer bin ich?“ und notiere dir deine Antworten.
Wenn wir beginnen uns selbst wieder nahe zu kommen, erhält unser Leben wieder eine Sinnhaftigkeit. Wir bekommen eine Ahnung davon, was möglich wäre. Wir erhalten etwas, was uns schon lange gefehlt hat. Klare Ziele und Visionen.

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© Pierre Franckh

Falls du mehr darüber lesen möchtest...
Dies ist ein Auszug aus meinem Buch:  „Einfach erfolgreich sein“