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Astrologie im Schnellkurs lernen, geht das?

Eine gute Bekannte machte vor einigen Jahren eine 2- bis 3-jährige Ausbildung zur energetischen Edelsteinberaterin. Das Spektrum dieser Ausbildung war wohl sehr umfassend und vielseitig, wobei natürlich der Schwerpunkt auf die Edel- und Heilsteine gelegt wurde. Doch eines Tages erzählte mir meine Bekannte, du, ein Baustein dieser Ausbildung ist die Astrologie. Und wenn ich dann fertig bin und mich Edelsteinberaterin nennen darf, kann ich auch Horoskope erstellen und Menschen astrologisch beraten. Ich dachte, ich falle vom Glauben ab. Wenn ich so etwas höre, bekomme ich Pickel. So antwortete ich auch nur ein kurzes „Meinst du“ darauf. Ausführlicher darauf einzugehen, wäre in diesem Moment zwecklos gewesen.

Schon allein das Horoskopbild in seinen vielen verschiedenen Puzzelteilen zu verstehen, dauert seine Zeit. Das lernt man nicht so nebenbei in ein paar Unterrichtsstunden. Und schon gar nicht, wenn der eigentliche Schwerpunkt der Ausbildung auf ein ganz anderes Thema gelegt wird.

 

Ein Horoskopbild, auch „Radix“ genannt

 

Sicher ist es gut, wenn man als Edelsteinberaterin weiß – wie im Fall meiner Bekannten –, dass der Bergkristall dem Tierkreiszeichen Steinbock oder der Mondstein dem Zeichen Krebs zugeordnet ist. Aber will man die Astrologie als weiteres Leistungsmerkmal in seine Arbeit integrieren, sollte man schon mehr darüber wissen. Man kann doch nicht alle Menschen, die im Zeichen Steinbock geboren wurden, auf den Bergkristall reduzieren. Das wäre dasselbe, wie wenn man alle Widder-Menschen auf die typischen Widder-Eigenschaften beschränken würde. Das geht nicht! Da spielen noch viele weitere Komponenten eine wichtige Rolle, die es zu beachten gilt.

Tatsache ist: Es ist ganz egal, ob man die Astrologie als Zusatzleistung anbieten möchte oder ob man rein astrologisch beratend tätig ist. Um seriös zu beraten, bedarf es einer fundierten Astrologie-Ausbildung. Erst dann sollte man die Astrologie mit anderen Leistungen kombinieren. So habe ich es auch meiner Bekannten zu einem späteren Zeitpunkt geraten.

Wie Sie sich jetzt sicher vorstellen können, ist die Astrologie äußerst umfangreich. Was leider oft unterschätzt wird. Bei der Ausarbeitung eines Horoskops gibt es sehr viel zu beachten. Da müssen viele einzelne Puzzleteile zu einer aussagekräftigen und stimmigen Persönlichkeitsanalyse zusammengesetzt werden. Da sollte man nicht die verschiedenen Sternzeichen auf ein bestimmtes Schema und auf gewisse Charaktereigenschaften festlegen. So nach dem Motto: Ach, du als Löwe stehst gerne im Mittelpunkt. Oder, Sie als Zwilling sind eine Quasselstrippe und sehr neugierig. Beispielsweise gibt es Zwillinge, denen man jedes Wort aus der Nase ziehen muss. Und auch nicht jeder Löwe steht gern im Mittelpunkt.

Immerhin hat man es bei der Erstellung eines Horoskops mit Menschen zu tun. Menschen, die einem vertrauen und einem sehr persönliche Dinge über sich erzählen. Diese Menschen wünschen sich einen Rat, die möchten mehr über sich erfahren. Die möchten mitunter wissen, wie es für sie im Leben weitergeht. Diese Personen setzen auf eine seriöse Beratung und erhoffen sich wertvolle Antworten und Tipps von einem vertrauenswürdigen astrologischen Berater bzw. Astrologen. Da sollte man als astrologischer Berater bzw. als Astrologe seriös arbeiten und seinen Beruf sehr ernst nehmen.

Ja, Sie haben richtig gelesen. Die Astrologie ist ein Beruf. Deswegen ist es auch so wichtig, für eine gute Astrologie-Ausbildung mindestens 2 bis 3 Jahre zu investieren. Alles, was darunter angeboten wird, ist in meinen Augen Augenwischerei – zumindest, wenn man die Astrologie beruflich nutzen möchte. So ist es doch auch bei anderen Berufen. Egal, ob Sie Maurer, Frisörin, Rechtsanwaltsfachangestellte, Industriekaufmann, Einzelhandelskauffrau oder Schreiner lernen, die Ausbildung dauert mindestens 2 bis 3 Jahre. Bei akademischen Berufen sogar länger.

Und was ist mit Selbstunterricht?

Aus meiner Erfahrung kann ich sagen: Bis zu einem gewissen Punkt sicher machbar – aber, je tiefer man in das Thema einsteigt, stößt man schnell an seine Grenzen!

So war es bei mir: Ich interessiere mich schon sehr lange für die Astrologie. Gut, ich gebe zu, auch ich fing damals mit dem Lesen von Zeitungshoroskopen an. Dachte mir aber, das kann doch nicht sein, dass für alle Krebse, Widder, Stiere usw. das, was hier in der Zeitung steht, dasselbe zutreffen soll. Und genauso ist es! Die Horoskope, die in Zeitschriften stehen, sind allgemeine Aussagen zu den Tierkreiszeichen. Sie dienen nur der Unterhaltung und haben absolut nichts mit einem individuellen Horoskop zu tun. Denn ein persönliches Horoskop ist eine Momentaufnahme der Geburt. Das heißt, der Stand der Planeten zum Zeitpunkt der Geburt wirkt sich auf die Person. So hat ein Baby, das morgens geboren wurde, ein anderes Horoskop wie das Baby, das am selben Tag abends zur Welt kam.

Der Unterschied: Wenn Sie etwas zum Schmunzeln brauchen, lesen Sie die Zeitschriften-Horoskope. Brauchen Sie aber Fakten, Details und Antworten über sich, dann lassen Sie sich ein persönliches Horoskop erstellen.

 

Nun aber wieder zurück zum Selbstunterricht. Nachdem sich das mit den Zeitschriften-Horoskopen sehr schnell bei mir erledigt hatte, kaufte ich mir die ersten Bücher über Astrologie. Lernte die Sternzeichen, die Planeten, die Häuser und ihre Bedeutungen. Setzte mich intensiv mit dem Horoskopbild – auch Radix genannt – auseinander. Das faszinierte mich so sehr, dass ich immer mehr wissen wollte. Mein Ehrgeiz war gepackt. Also kaufte ich mir noch mehr Bücher. Merkte dann aber, je tiefer ich in das Thema Astrologie einstieg, desto komplizierter und auch schwieriger wurde es, mich autodidaktisch damit zu befassen. Denn es fiel mir immer schwerer, Zusammenhänge zu sehen und zu verstehen. Irgendwann verschwamm alles, was ich mir bisher selbst beibrachte. Es schien mir, als wäre alles weg. Wie, wenn ich auf der PC-Tastatur auf die „Entf“-Taste gedrückt hätte. Vieles war weg beziehungsweise brachte ich durcheinander – was blieb waren Lücken im Grundlagenwissen. Was mich dann bewog, eine professionelle Ausbildung in Astrologie zu machen.

Ich bin der Meinung, wer die Astrologie professionell betreiben oder sie sogar zu seinem Beruf machen möchte, kommt um eine fundierte Ausbildung nicht herum!

Fragen – und glauben Sie mir, die tauchen auf –, die können nur Dozenten und Tutoren beantworten. Auch wertvolle Tipps für die Praxis erhalten Sie nur von persönlichen Ausbildern, die stehen in keinem Fachbuch.

Mein Tipp: Wenn Sie vorhaben, professionell astrologisch beratend tätig zu werden, investieren Sie die Zeit und das Geld für eine gute Ausbildung bei seriösen Anbietern.

Man lernt ja bekanntlich nie aus

Ich kann Ihnen nur raten, bleiben Sie dran. Auch dann noch, wenn Sie bereits eine Astrologie-Ausbildung hinter sich haben und Sie in der Astrologie-Beratung tätig sind. Spezialisieren Sie sich und besuchen Sie weiterhin Astrologie-Seminar.

Sie müssen es ja nicht gleich so machen wie ich. Denn nach meiner ersten Astro-Ausbildung hängte ich noch eine zweite an, ein 3-jähriges Fernstudium. Hier hätte ich entsprechend meinem Wissensstand einsteigen könne. Also das ganze Grundlagen- und (teilweise) auch Fortgeschrittenengedöns hätte ich überspringen können. Doch was tat ich? Ich melde mich brav zum Grundseminar an. Einfach, um zu sehen, ob es Unterschiede zu meiner Erstausbildung gab – und falls ja, welche das sind. Und ja, die Unterschiede gab es – und zwar im positiven Sinn als wertvolle Erweiterung meiner bisherigen Fachkenntnis. Puh, alles richtig gemacht ;-)

 

Doch damit nicht genug. Denn neben diesem Fernstudium besuchte ich auch offene Astrologie-Seminar zu bestimmten Themen. Und diese Seminare sind Gold wert. Man bekommt so viel für die Praxis und die eigene Arbeit als Astrologe oder astrologischer Berater mit. Das kann kein Fachbuch ersetzen. Man ist live im Geschehen – zum einen mit den Dozenten, zum anderen mit den anderen Seminarteilnehmern. Die Vorteile liegen da klar auf der Hand: man kommuniziert direkt mit den Dozenten, Fragen werden gleich beantwortet, man bekommt wertvollen Input und Praxistipps von den Dozenten, man tauscht sich mit den anderen Seminarteilnehmern aus, spricht über deren und die eigenen Erfahrungen, lernt viele nette Menschen kennen und, und, und.

Mein Resümee: Die Antwort auf die Frage in der Headline lautet: NEIN!

Astrologie lernt man nicht in ein paar Unterrichtseinheiten. Dafür ist sie zu umfangreich. Gute und seriöse Anbieter wissen das, und werden Ihnen das sicher auch bestätigen. Wenn Sie vorhaben, die Astrologie zu Ihrem Beruf zu machen, bitte investieren Sie Zeit und Geld in eine gute Ausbildung.

Conny Nagel

www.astrografie.de